Wort zum Freitag

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Ein weiteres Etappenziel ist erreicht: 200'000 Personen werden im Kanton Luzern per Ende Woche die erste Corona-Impfung erhalten haben! Damit ist dann mehr als die Hälfte der impffähigen Luzernerinnen und Luzerner teilweise immunisiert. Nach der zweiten Impfung in ein paar Wochen werden sie den vollständigen Impfschutz aufweisen.

 

Jede Impfung zählt

Wir tun unser Bestes, damit sich auch im Kanton Luzern möglichst alle, die dies möchten, gegen Covid-19 impfen lassen können. Und dies so rasch wie irgendwie möglich. Den noch Unentschlossenen unter Ihnen empfehle ich als Gesundheitsdirektor, sich ausführlich über unser kantonales Impfangebot zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Mit einer Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst und Ihre Liebsten. Je mehr Menschen geimpft sind, desto geringer ist das Risiko von Ansteckungen, Übertragungen und möglichen Erkrankungen bei neuen Infektionswellen generell in der Bevölkerung. Jede Impfung zählt also – nicht zuletzt angesichts eines möglichen Wiederanstiegs der Fallzahlen im Herbst! 

 

Pandemiebewältigung: Weitere wichtige Erfolgsmeldung

Auch im Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit war der Impffortschritt ein zentrales Thema. Ich war dort als Referent zu Gast und durfte in meiner Funktion eine erste Zwischenbilanz nach eineinhalb Jahren Pandemiebewältigung ziehen. Eine der für mich zentralen Botschaften und mitunter die wichtigste Erfolgsmeldung bleibt diese: Der Kollaps der Gesundheitsversorgung aufgrund von Covid-19 konnte im Kanton Luzern und schweizweit zu jeder Zeit verhindert werden – also während allen bisherigen Phasen der Pandemie. Damit ist es uns gelungen ein Ziel zu erreichen, dem seit dem ersten Tag der Krise in der Schweiz die allerhöchste Priorität eingeräumt wurde. Dass wir das geschafft haben, ist dem Einsatz aller Menschen zu verdanken, die in irgendeiner Form einen konstruktiven Beitrag zur Pandemiebewältigung geleistet haben. Dafür kann ich mich nur in aller Form bedanken! Was hier an unterschiedlichsten Stellen geleistet wurde, ist absolut eindrücklich – und kann kaum genügend gewürdigt werden. 

 

Hinter jeder Zahl steckt eine Geschichte

Dennoch: Der Preis war sehr hoch. Es gab seit dem Ausbruch der Pandemie viele Todesfälle zu beklagen – auch hier bei uns, in Luzern. Nackte Zahlen haben dabei immer etwas seltsam Abstraktes an sich: Denn sie mögen uns irgendwann nicht mehr so recht berühren – vor allem, wenn wir (wie in den vergangenen Monaten) täglich von Neuem mit ihnen konfrontiert werden. Sobald aber wir selbst oder jemand aus unserem Umfeld betroffen ist, ändert sich das schlagartig. Jeder einzelne Todesfall verursacht grosses Leid und tiefe Trauer – in den jeweiligen Familien, im Freundeskreis sowie dem ganzen Umfeld der Betroffenen. Wenn Zahlen auf einmal ein Gesicht und eine Geschichte bekommen, erst dann entfalten sie ihren wahren Schrecken. Man tut gut daran, sich dies gelegentlich vor Augen zu führen. Und es gilt nicht nur für Todesfälle. In den Spitälern mussten auch unzählige Operationen verschoben werden, Menschen hatten dadurch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen und schwierige Situationen zu durchleben. Viele haben auch ihren Job und damit ihre Existenzgrundlage verloren. Und im Schatten jener Schicksale gibt es auch Menschen, denen die Pandemie massiv an die Psyche gegangen ist – darunter auch Kinder und Jugendliche. Sie leiden oft im Stillen. Die ganze Dimension wird sich erst zeigen, wenn diese Krise dereinst vollends ausgestanden ist.   

 

Wenn Sie sich für mein Referat interessieren, so können Sie dieses gerne hier lesen, und sich einige Fotos vom Anlass dazu anschauen. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und heute Abend einen spannenden Fussballmatch. Hopp Schwiiz und bliibed Sie gsond!

 

Guido Graf
Regierungsrat

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