Wort zum Freitag

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Anfang Woche wurde im Kanton Luzern der 250'000-sten Person die erste Impfung verabreicht. Das ist eine Erfolgsmeldung, die mich freut und an die wir anknüpfen wollen! Um in der Luzerner Bevölkerung eine Impfquote von 80 Prozent zu erreichen, braucht es nun zusätzlich noch rund 81'000 Personen, die sich impfen lassen. Das wollen und müssen wir schaffen!

 

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es unter anderem auch Impfstoffe, die nicht auf der mRNA-Technologie basieren. Der Impfstoff «Janssen» von Johnson & Johnson, der in der Schweiz bereits seit dem 22. März 2021 zugelassen ist, ist ein solcher Impfstoff. Der Bund ist daran, diesen zu beschaffen und hat dazu seine Verhandlungen mit dem amerikanischen Pharmakonzern, dessen Schweizer Sitz sich in Zug befindet, intensiviert. Auch dem Kanton Luzern wurde mitgeteilt, dass der Kauf des Impfstoffes von Johnson & Johnson bevorsteht und wir uns darauf vorbereiten sollen.

 

Hoffen auf schnelle & ausreichende Bestellung

Der Janssen-Impfstoff muss nur einmal verabreicht werden und ist nach dem Auftauen drei Monate bei 2 bis 8°C haltbar. Das vereinfacht die Logistik erheblich. Mit diesem Impfstoff sollen vor allem Personen geimpft werden, die man aus medizinischen Gründen bisher nicht impfen konnte – beispielsweise Personen, die eine Allergie gegen die Impfstoffe Moderna und Pfizer/BioNTech aufweisen. Leider wissen wir aktuell noch nicht, wieviel Impfstoff von Johnson & Johnson der Bund beschaffen kann und welchen Anteil davon der Kanton Luzern erhalten wird. Aktuell gehen wir eher von kleinen Mengen aus. Der Bund erarbeitet zurzeit auch die Empfehlungen, wie dieser Impfstoff eingesetzt werden soll.

 

Weitere Personengruppen erreichen

Ich wünsche mir, dass der Bund nochmals genügend Impfstoff von Johnson & Johnson beschafft respektive nachbestellt, damit wir allen Personen, die keine Impfung mit einem mRNA-Impfstoffe möchten, eine Alternative anbieten können. Damit könnten wir sicher weitere Personenkreise erreichen, die Vorbehalte gegenüber den hierzulande verbreiteten mRNA-Impfstoffen haben. Und eine solche Alternative könnte mithelfen, das aufgeheizte gesellschaftliche Klima wieder etwas zu beruhigen... Auch das wäre mir persönlich nämlich ein grosses Anliegen.

 

 

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende. Bliibed Sie gsond!

 

Guido Graf
Regierungsrat

 

 

 

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