Wort zum Freitag

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Das Spiel wiederholt sich – im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn: Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft wird zuerst für ein lustloses und uninspiriertes Spiel gegen Italien mit Häme und Spott überhäuft, um dann nach dem überzeugenden Sieg gegen die Türkei sogleich wieder gefeiert zu werden. Und während es da auf dem Rasen mal besser, mal schlechter läuft, wird zum x-ten mal darüber debattiert, wie gut die Nati-Spieler mit Migrationshintergrund denn hier nun wirklich integriert seien... Aufgeworfen wird dann immer sehr schnell und gerne die Frage, wie wichtig doch beispielsweise das Mitsingen der Nationalhymne sei. «Schau dir mal die Italiener an!» hört man dann – und alle nicken.

 

Echte Integration beginnt im Verein vor Ort

Mir ist diese Diskussion etwas zu oberflächlich. Denn sie wird dem Sport und seiner ganzen Funktion in dieser Art nicht wirklich gerecht. Mit Blick auf die Bedeutung des Fussballs im Breitensport kann ich als kantonaler Sportdirektor nur sagen: Der Fussball – und insbesondere die zahlreichen örtlichen Fussballvereine – leisten enorm wertvolle und ausserordentlich gute Arbeit. Sie fördern alles, was mir am Herzen liegt: die Gesundheit, den Sport und vor allem auch das Soziale, also das Miteinander. Junge Burschen und Mädchen können sich im Verein treffen, sich auspowern, sich miteinander messen – und voneinander profitieren. Nicht nur auf sportlicher, sondern ebenso auch auf menschlicher Ebene. Während sie Spass haben und ihrem Hobby nachgehen, lernen Sie weit mehr, als nur in einer Wettkampfsituation gut zu sein. Sie bekommen auch Werte wie Toleranz, Zusammengehörigkeit und Teamgeist vermittelt. In einem solchen Umfeld gelingt dann eben auch die so wichtige und oft diskutierte Integration. Sport, in diesen Tagen vor allem Fussball, lehrt uns das Zusammenspiel, den Zusammenhalt und die Fairness auf dem Platz sowie das Miteinander-Auskommen. Dabei ist es egal, wer man ist und woher man kommt – auf grosser Bühne genauso wie im örtlichen Vereinsleben. Dem Fussball kommt damit eine grosse und nicht zu unterschätzende integrative Rolle zu. Ob diejenigen, die unsere Farben an einem grossen Turnier vertreten, vor dem Spiel dann lauthals «Trittst im Morgenrot daher» singen oder nicht, diese Frage gerät für mich im Kontext des grossen Ganzen deutlich in den Hintergrund.

Also: Drücken wir also unserer Nati, in der alle Spieler für die Schweiz kämpfen, doch einfach die Daumen für das Achtelfinale gegen Frankreich. Und hoffen wir, dass sie da als Einheit vielleicht etwas Grosses schaffen – Vive la Suisse! 

 

Entdecken Sie spazieren für Ihre Gesundheit

Fit bleiben und sich ausreichend bewegen wird ein immer wichtigeres Thema in unserer Gesellschaft – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Bevölkerung hierzulande immer älter wird. Ich selbst gehe oft und gerne spazieren; vor allem dann, wenn ich über etwas nachdenken muss und einen klaren Kopf brauche. Je älter man wird, desto wichtiger wird auch der rein gesundheitliche Aspekt von Bewegung an der frischen Luft. Um Seniorinnen und Senioren anzuregen, regelmässig einen Spaziergang zu machen, hat die Stadt Luzern kürzlich die Broschüre «Spaziergänge für ein gesundes Altern» publiziert. Darin sind 18 schöne und entdeckungsreiche Spaziergänge in der Umgebung beschrieben. Schnüren Sie also Ihre Schuhe, nutzen Sie die angenehmen Temperaturen und entdecken Sie die Stadtluzerner Quartiere und Luzerns Nachbargemeinden doch für einmal zu Fuss. Völlig egal, wie alt oder fit Sie sind: Es wird Ihnen gut tun...!

 

Die Broschüre kann beim Empfang im Stadthaus, in den städtischen Quartierbüros oder an einem der drei Standorte von Vicino Luzern unentgeltlich bezogen werden. Sie können Sie HIER auch bequem in digitaler Form anschauen & herunterladen.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Bliibed Sie gsond!

Guido Graf
Regierungsrat

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